Vypracovala: PaedDr. Jana Hanesová

 

 

Friedrich Schiller war ein deutscher Dichter, Historiker und Philosoph. Er wurde in Marbach am Neckar im Jahr 1759 geboren. Friedrich war der einzige Sohn neben fünf Schwestern. Im Jahr 1763 begann er an die Lateinschule in Ludwigsburg studieren. Hier machte er sich mit der Theaterkunst bekannt. Dort entstanden auch seine ersten dichterischen Versuche. 1773 musste er auf Befehl des Herzogs Karl Eugen in die Militärsakademie eintreten, wo er zuerst Jura. Später Medizin studierte. Schiller litt sehr unter der geistlosen Kasernenerziehung. Nach dem Abschluss der Schule bekommt er eine schlecht bezahlte Stelle als Regimentsarzt in Stuttgart. Hier lebte er einige Jahre im Not. Später flüchtete er aus Württemberg, weil ihm der despotische Herzog literarische Tätigkeit verboten hat. Eine gewisse Zeit wirkte er als Theaterdichter in Mannheim, später lebte er in Leipzig und Dresden. In dieser Zeit kommt es bei ihm zur Abkehr von den Ideen des Sturm und Drang. Er interessierte sich stark für das klassische Altertum und Geschichte. Im Jahr 1789 nahm Schiller eine Professur in Jena an, entgegen seine Hoffnung ohne Gehalt, und lebte dort als Historiker. Am 22. Februar 1790 heiratete er Charlotte von Lengefeld. Ein Jahr später erkrankte Schiller lebensgefährlich. Im Mai war Schiller vermutlich an Tuberkulose erkrankt, von der er zeitlebens nicht mehr genas.

 

Am 14. September 1793 wurde sein erstes Kind Karl Friedrich Ludwig geboren. 1794 lernte Schiller den Verleger Friedrich Cotta, der sich bereit erklärte, die Monatszeitschrift „Die Horen“ herauszugeben. 1794 hat Schillers Freundschaft mit Goethe begonnen, die Schiller zu neuen dichterischen Schaffen angeregt hat. Er war aber schon schwer krank. Am 11. Oktober 1799 wurde seine Tochter Caroline Henriette Luise geboren, und am 3. Dezember zog er mit seiner Familie nach Weimar. Er ist im Jahr 1805 in Weimar gestorben. Schiller ist in der Fürstengruft in Weimar neben Goethe bestattet.

 

Schillers Werk umfasst überwiegend Dramen. Große Bedeutung haben auch seine Balladen die im Wettstreit mit Goethe entstanden. Es sind die Balladen: Der Taucher, Der Ring des Polykrates, Der Handschuh.

In den meisten Dramen inspirierten Schiller die Ereignisse aus der deutschen und europäischen Geschichte. Im Jahr 1781 entstand sein erstes Drama „Die Räuber“. Es ist eine Anklage der Feudalherrschaft seiner Zeit. Die Handlung spielt in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. In diesem Drama protestiert er gegen die Unterdrückung des Menschen und seiner Würde. Er hatte es selbst erlebt. Im Dezember 1782 begann er mit dem Stück „Don Karlos“. Don Karlos, Infant von Spanien ist ein dramatisches Gedicht. Es behandelt politisch – gesellschaftliche Konflikte und familiäre Intrigen am Hofe von König Philip II. 1784 wurde das bürgerliche Trauerspiel „Kabale und Liebe“ veröffentlicht. Das Thema ist eine tragische Liebe von Luise und Ferdinand. Wallenstein ist die Bezeichnung für die Trilogie von Friedrich Schiller. Sie besteht aus den Werken: Wallensteins Lager, Die Piccolomini und Wallensteins Tod. Schiller behandelt darin die Niederung des berühmten Feldherrn Wallenstein. Wallenstein Lager besteht im Gegensatz zu den anderen Teilen aus nur einen Akt und Prolog, der sich auf die gesamte Trilogie bezieht. Am 14. Juni 1800 wurde im Weimarer Hoftheater „Maria Stuart“, ein Trauerspiel in fünf Akten, uraufgeführt. In diesem Drama behandelt er das Schicksal der schottischen Königin. Sie wird wegen der Ermordung ihres Gatten aus dem Land gejagt und flieht nach England. Im Jahr 1801 entstand das Drama „Jungfrau von Orleans“. Es ist ein Drama, dem der Autor die Gattungsbezeichnung „romantische Tragödie“ gegeben hat. Das Stück wurde im Leipzig aufgeführt. Es spielt im Frankreich des 15. Jahrhunderts. Als Gegenstand hat sie den Kampf des französischen Volks um Einheit. Das letzte fertiggestelltes Drama von Friedrich Schiller ist „Wilhelm Tell“. Er schloss es 1804 ab. Hier beschäftigt er sich mit dem Kampf der Schweizer gegen die habsburgischen Unterdrücker. Der Hauptheld ist Wilhelm Tell, ein sagenhafter schweizerischer Freiheitskämpfer und Tyrannenmörder, der an der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert in der Innerschweiz gelebt haben soll. Seit dem Ende des 19. Jahrhundert ist Tell der Nationalheld der Schweiz.

 

Das Bild des Dichters wäre nicht vollständig, wenn wir nicht seine Hymne „An die Freude“ nennen würden. Sie ist eines der berühmtesten Gedichte Friedrich Schillers. Mit dem hohen Pathos beschreibt die Ode das Ideal einer Gesellschaft von gleichberechtigten Menschen, die durch das Bund der Freude und Freundschaft verbunden sind. Dieses Gedicht wurde dank dem Schlusschor der IX. Sinfonie Ludwig van Beethovens berühmt. Seit 1972 ist die Melodie offizielle Hymne des Europarats. Seine Instrumentalversion ist seit 1985 die offizielle Hymne der Europäischen Union.

 

Schiller ist nicht nur Verfasser sprach- und bildkräftigen Dramen. Er brachte seiner deutschsprachigen Leserschaft Vernunft-, Humanitäts- und Freiheitsideale näher.

 

Fragen zum Thema:

1. Erwähnen Sie die wichtigsten Fakten aus Schillers Leben!

2. Welche Balladen Schillers gehören zu den bekanntesten?

3. Was ist die Hauptidee des Dramas „Die Räuber“.

4. Nennen Sie weitere Schillers Dramen.

5. In welchem Werk von Ludwig van Beethoven ist Schillers Hymne „An die Freude“ zu finden?

 

Použitá literatúra:

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