Vypracovala: PaedDr. Jana Hanesová
Gotthold Ephraim Lessing
Er wurde am 22. Januar 1729 in Kamenz als Sohn eines Pfarrers geboren. Er studierte Theologie, Philosophie und Medizin an der Universität in Leipzig und in Wittenberg. Später versuchte er als freischaffender Schriftsteller und Kritiker zu leben. Seit 1767 war er Dramaturg und Kritiker am „Nationaltheater“ in Hamburg, seit 1770 arbeitete er als Bibliothekar in Wolfenbüttel. Mit seinen Dramen und seinen theoretischen Schriften hat er der weiteren Entwicklung des Theaters einen wesentlichen Weg gewiesen und die öffentliche Wirkung der Literatur nachhaltig beeinflusst. In den kritischen Werken beschäftigt er sich mit den wichtigsten Kunstfragen. In den Betrachtungen über das Drama überhaupt hat er mit dem französischen Klassizismus abgerechnet und orientiert die deutschen Dichter auf das Werk Shakespeares. Er lehnt das Gesetz von den drei Einheiten ab, tritt für psychologisch motivierte Handlung, eine natürliche Sprache und für eine Tragödie ein, die im Zuschauer Mitleid und Furcht wecken soll. Lessing schrieb auch eine Reihe von lehrreichen Fabeln in Prosa. Seine wichtigsten dichterischen Werke sind drei hervorragende Dramen: „Miss Sara Sampson“, „Minna von Barnhelm“ und „Emilia Galotti“. „Emilia Galotti“, ein Trauerspiel in Prosa, geht auf einen Bericht des römischen Historikers Livius zurück. Lessing verlegte die Handlung nach Italien im Zeitalter Louis XIV. Die Hauptheldin Emilia wählt lieber Tod als ihre Ehre verlieren.
Am 15. Februar 1781 starb Lessing an Brustwassersucht bei einem Besuch in Braunschweig. Lessing war ein vielseitig interessierter Dichter, Denker und Kritiker. Als führender Vertreter der deutschen Aufklärung wurde er zum Vordenker für das neue Selbstbewusstsein des Bürgertums. Der Gedanke der Freiheit – für das Theater gegenüber der Dominanz des französischen Vorbilds, für Religion und Kirche – zieht sich wie ein roter Faden durch sein ganzes Leben.
Bertolt Brecht
Bertolt Brecht wurde am 10. Februar 1898 in Augsburg geboren. Sein Vater Berthold Friedrich Brecht war leitender Angestellter und ab 1914 der Direktor der Papierfabrik. Von 2.Oktober 1917 bis 1918 studierte Bertolt Brecht an Ludwig – Maximus – Universität München Naturwissenschaft, Medizin und Literatur. Sein Studium musste er im Jahr 1918 unterbrechen. Er wurde in einem Augsburger Reservelazarett als Sanitätssoldat eingesetzt. Am 16. Juni 1919 nahm er das Studium wieder auf. 1919 erhielt Brecht auf Antrag eine Befreiung vom Vorlesungsbesuch und besuchte danach nur selten universitäre Veranstaltungen. Am 29. November 1921 wurde er exmatrikuliert. 1921 war er dann noch kurze Zeit an der Philosophische Fakultät in Berlin eingeschrieben, nahm das studium nicht auf. Im Jahr 1920 schloss er Freundschaft mit dem bekannten Kabarettisten Karl Valentin, den er sehr schätzte. Die gemeinsame Arbeit hat das spätere Schaffen Brechts deutlich beeinflusst. Ab 1920 reiste Brecht oft nach Berlin, um Beziehungen zu Personen aus dem Theater und zur literarischen Szene aufzubauen. In der zweiten Hälfte der 1920er Jahre entwickelte sich Brecht zum überzeugten Kommunisten und verfolgte mit seinem Werk politische Ziele. Er trat aber nie in die KPD ein. Parallel zur Entwicklung seines politischen Denkens verlief ab 1926 die Entwicklung des epischen Theaters. Im Jahre 1928 lernte Brecht Hanns Eisler kennen, der zum wichtigsten Komponisten seiner Stücke und Lieder wurde. Von Jahre 1933 lebte er im Exil. Nach dem Krieg wurde Brecht von Freunden gedrängt, nach Deutschalnd zurückkommen und seine Stücke selbst zu inszenieren. Zu den wichtigsten Werken Bertolt Brechts gehören: „ Trommeln in der Nacht“, „Die Hochzeit“, „Mann ist Mann“, „Die Dreigroschenoper“, „Leben des Galilei“, „Mutter Courage und seine Kinder“.
Am 14. August 1956 starb Bertolt Brecht in der Berliner Chausseestraße, in dem heutigen Brechts – Haus. Brecht baute ein analytisches Theater, das dem Zuschauer eher zum distanzierten Nachdenken und Hinterfragen anregt als zum Mitfühlen.
Günter Grass
Der großartige Erzähler Günter Grass, der schon zu Lebzeiten ein Klassiker wurde, stammt aus Danzing. Hier wurde er am 16. Oktober 1927 als Sohn eines protestantischen Lebensmittelhändlers geboren. Im Zweiten Weltkrieg meldete er sich mit 15 Jahren freiwillig zur Wehrmacht, wahr Flakhelfer und mit 17 Jahren wurde er zu einer Panzer – Division der Waffen – SS einberufen. Günter Grass absolvierte nach dem Krieg eine Lehre bei einem Steinmetz in Düsseldorf. Von 1948 bis 1952 studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf Grafik und Bildhauerei und setzte dieses Studium von 1953 bis 1956 an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin fort. Seine Bücher illustriert er meist selbst.
1956 begann er schriftstellerisch tätig zu werden. Er schrieb Kurzprosa, Gedichte und Theaterstücke. Seit 1957 war er Mitglied der Gruppe 47. Als Schriftsteller verkörperte er einen neuen Schriftstellertypus. Seine Sprache ist bildhaft und kraftvoll. Im Jahr 1960 erschien sein erster Roman „Die Blechtrommel“, der ihn international bekannt machte. Zusammen mit der Novelle „Katz und Maus“ (1961) und dem Roman „Hundejahre“. 1963 bildete er „Die Blechtrommel“ die sogenannte „Danziger Trilogie“, die das leben in der Stadt Danzig vor, in und nach dem Kreg beschrieb. Sein bisher letzter Roman „Ein weites Feld“, erschien 1995. Er spielte im Berlin zwischen Mauerbau und Wiedervereinigung und ist ein Panorama deutscher Geschichte von der Revolution 1948 bis zur Gegenwart. Ihm wurde 1999 der Nobelpreis für Literatur verliehen.
Fragen zum Thema:
1. Wann lebte Gotthold Ephraim Lessing ?
2. Welche bekannte Werke von Lessing können Sie nennen?
3. Wer war der Gründer „episches Theaters“ ?
4. Wann er lebte?
5. Wer schrieb „Leben des Galilei“?
6. Was studierte Günter Grass?
7. Wie heißt sein erster Roman?
8. Welche Trilogie beschreibt das Leben in der Stadt Danzing?
Použitá literatúra:
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